Brot-für-die-Welt-Referentin im Frauenkreis Niederlamitz

Vor einiger Zeit hatte sich herausgestellt, dass über die Organisation Brot für die Welt doch nicht allzu viel Faktenwissen vorhanden ist. Also haben die Brotbotschafterinnen Frau Fenja Lüders aus Nürnberg eingeladen. Sie hat im September an einer Reise nach Angola teilgenommen, um sich mit eigenen Augen ein Bild von verschiedenen Projekten zu machen, die Brot für die Welt mit einer Partnerorganisation betreut.

Die Bilder der Präsentation zeugten von der großen Kluft, die Arm und Reich in diesem afrikanischen Land trennt. Während die Reichen in Wohlstand in der Hauptstadt Luanda leben, die sich mit ihren Wolkenkratzern kaum von anderen großen Metropolen unterscheidet, haben die Menschen in den ländlichen Gegenden ohne Infrastruktur, Elektrizität und moderne Kommunikationsmittel einen schweren Stand. 
Da sie keine Ausweise haben, können die Bauern dort nicht ihr Land in ein Grundbuch eintragen lassen. Häufig wird es von der Regierung ausländischen Investoren zur Bewirtschaftung überlassen. 
Eine weitere Schwierigkeit stellt der Klimawandel dar: in manchen Gegenden hat es schon viele Monate nicht mehr geregnet. Da sich die Regierung des Landes in keinster Weise um die Menschen kümmert, sind die Mittel der ausländischen NGOs die einzige Unterstützung. Entsprechend herzlich war der Empfang der deutschen Gruppe in den drei besuchten Dörfern, wo Hilfsprojekte laufen. Der Referentin fiel besonders auf, dass die Menschen sich trotz ihrer großen Armut ihre Fröhlichkeit bewahrt haben. Besonders die Kinder umschwirrten lebhaft und neugierig die Besucher. Wir können von diesen Menschen lernen: Wo wir oft schon bei der kleinsten Schwierigkeit die Beherrschung verlieren, leben die Leute dort mit großen Herausforderungen.  
Bildung hat einen großen Stellenwert. Wer nicht Portugiesisch spricht – die Amtssprache, weil Angola portugiesische Kolonie war – hat kaum eine Chance. Mehr Bildung könnte auch dazu beitragen, dass die Geburtenrate sinkt, was absolut nötig wäre.    
Durch den Vortag von Frau Lüders haben wir Einblicke erhalten in die Arbeitsweise von Brot für die Welt. In Zusammenarbeit mit einem Partner vor Ort versucht die Organisation Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. So können oft kleine Anstöße dann auch größere Kreise ziehen.  
In vielen Ländern der Dritten Welt gibt es ähnliche Probleme wie in Angola. Wenn Sie spenden möchten, hier das Spendenkonto:

IBAN 74 5206 0410 0000 5555 50.