Ökumenisches Pilgern auf dem Jakobsweg 2019

Am Samstag, dem 29. Juni 2019 begab sich unsere ökumenische Pilgergruppe bereits zum 13. Mal auf den Jakobsweg.

In zwei Tagesetappen führte uns der Weg von Bergen nach Donauwörth. Die maximale Strecke von 49 Kilometern konnte an diesem rekord+verdächtigen Hitzewochenende, auch aus Zeitgründen, allerdings nicht vollständig zu Fuß zurückgelegt werden.

Der Einstieg am Samstag war in Bergen, wo in der Krypta der Heilig-KreuzKirche, deren Ursprung bis ins 10. Jh. zurückreicht, die erste Andacht stattfand. Von dort begannen wir im Anschluss unseren Pilgerweg.

Die Andachten zum Innehalten und zur geistlichen Erbauung widmete Pfarrer Rausch bekannten Bibelsprüchen, zu denen er in den letzten Jahren bei Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen am häufigsten gepredigt hat.    

Befiehl dem Herrn Deine Wege und hoffe auf Ihn, er wird’s wohl machen.    Psalm 37, 5

Der Weg verlief zuerst auf bequemen Forststraßen leicht ansteigend durch das Waldgebiet des Hainberges. Nach der Überquerung des höchsten Punktes ging es bis zum Ende des Waldes wieder bergab. Zur Mittagszeit gab es zur Stärkung mitgebrachte Brotzeiten und eine anschließende Andacht.    

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.    Psalm 91,11

Mit neuen Kräften führte uns der Weg in die Donauebene bei Rennertshofen und in das Naturschutzgebiet Weinberghöhlen. Die dunklen Öffnungen der Höhlen waren schon von weitem zu sehen. Hier vereinigten sich bis zur vorletzten Eiszeit die Wasser der Urdonau und des Lechs, um gemeinsam hinüber in das Tal der Altmühl zu strömen. Beim Anblick des Talhanges mit seinen Magerrasen, Wacholderbüschen und Felsköpfen wurde manche(r) an Gegenden in der Alpenregion erinnert. Nach einer weiteren Andacht ging es in offenem Gelände weiter. In der Ferne konnten wir bereits den Markt Rennertshofen liegen sehen.     

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.    Rut 1, 16

Von Rennertshofen aus wanderten wir noch ein kleines Stück, bis wir unser Etappenziel am Samstag in Bertholdsheim erreichten. Am Sonntagmorgen starteten wir gut erholt einige Kilometer weiter in Kaisheim. In der dortigen Klosterkirche begannen wir mit einer Morgenandacht unseren Tag. Der Weg, jetzt bereits im Regierungsbezirk Schwaben, ging über bequeme Forststraßen durch den Donauwörther Forst. An einer Wegkreuzung hielten wir zur zweiten Andacht des Tages inne.    

Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.    Psalm 36,10

Angeregt von Gottes wunderbarer Natur oder dem ein oder anderen Gespräch übersahen wir leider unsere Wegmarkierung und mussten deshalb notgedrungen, statt im schattigen Wald, auf einem geteerten Radweg unseren Weg bis Donauwörth fortsetzen. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen waren wir froh, als wir zur Mittagszeit Donauwörth und damit unser Ziel erreichten. Bei einer Stadtführung am Nachmittag erfuhren wir Interessantes über die Geschichte der Stadt. Sie verlangte uns in der Hitze des Nachmittages aber auch einiges ab, so dass wir die Kühle im Liebfrauenmünster zu schätzen wussten, in welchem die Schlussandacht für den diesjährigen Pilgerweg stattfand.    

Euer Herz soll sich freuen und Eure Freude soll niemand von Euch nehmen.   Johannes 16, 22

Am Sonntag sind wir gegen Abend wieder wohlbehalten in Kirchenlamitz angekommen. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an Claudia Silber und Hartmuth Heinz, die den Fahrdienst übernommen haben und an das Vorbereitungsteam, die Ehepaare Silber und Kaaden und Pfarrer Rausch, für die perfekte Organisation.