Gut essen für Hungrige

Brot für die Welt-Dinner im Löheheim:
gediegene Atmosphäre und schmackhaftes Menu

Am 14. Februar 2019 bot der Löheheim-Saal einen feierlichen Anblick:
Weiße Stofftischtücher und Servietten, verschiedene Silber- und Messingleuchter und weiße Kerzen, hübsche Gestecke aus weißen Rosen und rote Platzsets hatten die einfachen Tische in festliche Tafeln verwandelt.
Schon Tage zuvor hatten die Vorbereitungen begonnen, um die Köstlichkeiten rechtzeitig fertigzustellen. Einige Gerichte wurden allerdings erst in letzter Minute zubereitet, und waren damit einmalig frisch. Die Zutaten kamen vom ortsansässigen Nahkauf, Obstgeschäft und Metzger, die einige Prozente gesponsort hatten.
Neun Paare hatten sich durch den Kauf eines Gutscheines zu 35 Euro darauf eingelassen, sich von den „Brotbotschafterinnen“ Regina Thiem, Evelin Fritsch, vor allem aber Isolde Grässel bekochen zu lassen. In der Küche halfen ferner Käthe Schmidt und Tawga Abdulaziz, und beim Service Aland Abdulaziz.
Die Gäste wurden mit einem Aperitif empfangen und zu ihrem Platz geleitet.
Als alle vollzählig waren, erfolgte eine herzliche Begrüßung mit dem Hinweis auf den Zweck der Veranstaltung: Da es uns hier so gut geht, wollen wir auch diejenigen auf der Welt nicht vergessen, die keinen reich gedeckten Tisch haben. Ihnen soll der Erlös der Aktion zukommen.
Nach einem Tischgebet begann das Dinner mit der Vorspeise. Zur Auswahl standen Brokkolicremesuppe oder Pfannkuchenroulade mit Lachs-Frischkäse.
An einem kleinen Salatbuffet konnten sich die Gäste selbst bedienen, ebenso an einer Getränkebar auf Spendenbasis, da die Getränke nicht im Preis des Gutscheins eingeschlossen waren.
Dezente Hintergrundmusik, die das Gespräch nicht störte, sorgte für eine gelöste Atmosphäre.
Als Hauptgericht gab es entweder Schweinefilet in Pilzrahm, Boeuf Bourguignon oder gefüllte Paprika für Vegetarier, dazu als Beilage Semmelkloß, Spätzle oder Reis.
Die Gäste lobten alle Speisen ohne Ausnahme – was sehr zur Erleichterung unserer Chefköchin beigetragen haben dürfte.
Als Dessert konnten die Gäste wählen zwischen Tiramisu und Vanillecreme mit Obst.
Auch hatte Tawga als Überraschung noch ein irakisches Dessert zubereitet.
Als Abrundung wurde zur Verdauung ein Likör oder Obstbrand aus Isoldes eigener Herstellung gereicht.
Die Gäste saßen nach dem Essen noch längere Zeit bei Kaffee oder Tee zusammen.
Ihre Zufriedenheit zeigte sich auch an der Einlage im Spendenkörbchen. Nach Abzug der Auslagen können wir der Organisation Brot für die Welt etwa 400 Euro für ein Projekt in Malawia überweisen. Das ist ein sehr ordentliches Ergebnis, jedoch muss man den erheblichen Arbeitseinsatz der Hauptverantwortlichen in Betracht ziehen. Sollte so eine Aktion noch einmal durchgeführt werden, müssten wir weitere Helfer anwerben. Auch der Preis des Gutscheins müsste wohl etwas höher angesetzt werden. Restaurants in der Umgebung boten Menus zum doppelten Preis an.
Im Vergleich zum Valentinsdinner war unsere erste Aktion, die Fair-Änder-Bar beim Sommerfest, natürlich weniger arbeitsintensiv und nervenaufreibend … .