Die Konfirmation

Bedeutung der Konfirmation
Viele Konfirmandinnen und Konfirmanden sind schon als Kleinkinder getauft worden. Dieser Schritt war allerdings eine Entscheidung ihrer Eltern. Im Konfirmationsunterricht haben die
Jugendlichen dann die Chance, den christlichen Glauben (besser) kennen zu lernen und noch einmal intensiv darüber nachzudenken. So können sie die Tauf-Entscheidung der Eltern
überprüfen und nachvollziehen. Confirmare heißt im Lateinischen soviel wie bestärken, bestätigen, befestigen. Die meisten Jugendlichen lassen sich am Ende ihrer Konfirmandenzeit konfirmieren, etwa 250.000 sind es pro Jahr in Deutschland. Sie haben sich also durch die Zeit des Konfirmationsunterrichtes in ihrem Glauben festigen lassen. Gleichzeitig bestätigen sie mit der Konfirmation die Entscheidung ihrer Eltern und sagen "Ja" zur eigenen Taufe.

Einen festen Konfirmationstag gibt es in der evangelischen Kirche nicht, allerdings liegt der Termin der Konfirmation meist rund um Ostern. Und auch hier gibt es eine Verbindung zur Taufe: In der Frühzeit des Christentums war die Osternacht der einzige Tauftermin für Kinder und Erwachsene, die sich der christlichen Gemeinde anschlossen. Seit dem 7. Jahrhundert gab es in der Osternacht den Brauch, sich an die Taufe zu erinnern. Diese Tradition nimmt die Feier der Konfirmation rund um das Osterfest auf, denn auch die Konfirmation ist ja so etwas wie eine Erinnerung an die eigene Taufe. Drei Sonntage gelten traditionell als typische Konfirmationstermine:

  • Palmarum / Palmsonntag ( = der Sonntag vor Ostern ),
  • Quasimodogeniti / der "weiße Sonntag" ( = der Sonntag nach Ostern ),
  • Trinitaits ( = der Sonntag nach Pfingsten ).

Mit der Konfirmation sind übrigens einige Rechte innerhalb einer Kirchengemeinde verbunden. Wer konfirmiert ist, darf (spätestens jetzt) am Abendmahl teilnehmen, darf ein Patenamt übernehmen und an allen Entscheidungen in seiner Gemeinde mitwirken.