Friedhof

Der Friedhof ist eine große Gestaltungsaufgabe, v.a. für eine Kirchengemeinde, die immer weiter schrumpft und in den letzten 20 Jahren über 1.000 Gemeindeglieder verloren hat. Damit sind von den 1.500 Grabstellen über 300 nicht besetzt. Es fehlen damit wichtige Einnahmen, und außerdem sind die freien Flächen vom Friedhofspersonal zu pflegen. Die Aufgabe „Friedhof“ kann nur funktionieren, wenn viele mithelfen und an einem Strang ziehen.

Am 16. Februar hat sich der Friedhofsausschuss zum ersten Mal im neuen Jahr getroffen und sich mit allen anstehenden Themen beschäftigt:

Gottesackerkirche:
Im vergangenen Jahr wurden Reparaturmaßnahmen an der Dachdeckung und an den Dachrinnen und Fallrohren vorgenommen, übrigens nicht nur an der Gottesackerkirche, sondern auch an weiteren Gebäuden der Kirchengemeinde (Aussegnungshalle und Friedhofdienstgebäude sowie an der Michaeliskirche).

Zur Zeit werden die Stufen an der Turmtüre gerichtet, so dass dieser Zugang vorübergehend geschlossen werden musste. Demnächst steht dieselbe Maßnahme auch bei den Stufen am Seiteneingang an.

Vor allem ging es um die Frage, ob für die Putzschäden an der Gottesackerkirche eine kurzfristige provisorische oder eine dauerhafte Lösung angegangen werden soll. Eine dauerhafte Lösung würde beinhalten, dass man das Problem der in den Kirchenmauern aufsteigenden Feuchtigkeit lösen müsste. Dazu wäre es nötig, um die Kirche herum aufzugraben und für Drainagen zu sorgen. Bisher gibt es unter Fachleuten unterschiedliche Meinungen über die dazu nötigen Maßnahmen und Verfahrensweisen. Auf jeden Fall ist mit hohen Kosten und einem längeren Genehmigungsweg zu rechnen.

Ist ein Provisorium denkbar? Das hieße, erst einmal nur die Schäden am Putz beheben, damit die Kirche für die nächsten 3-5 Jahre ansehnlicher wirkt. Aber auch das würde beinhalten, dass die Gottesackerkirche vorübergehend geschlossen werden müsste und so lange hier keine Trauerfeiern stattfinden könnten. Außerdem müsste die Orgel aufwändig gegen Staub geschützt werden. Auch würde es nicht lange dauern, bis die aufsteigende Feuchtigkeit wieder die bekannten Schäden hervorruft.

Wenn man bedenkt, dass der Friedhof längst über keine Rücklagen mehr verfügt und mit der Erneuerung des letzten Teiles der Friedhofsmauer an der Bergstraße sowie der nötigen Erneuerung der Heizungsschaltung zwei kostenträchtige Maßnahmen anstehen, kommt derzeit eigentlich nur eine notdürftige Lösung für die Gottesackerkirche in Frage. Deshalb sollen mit möglichst geringem Aufwand vorerst nur im Innern der Kirche die nötigsten Putzschäden beseitigt und neu gestrichen werden, so dass wenigstens für die nächsten Jahre der optische Eindruck verbessert wird. Die nötigen Malerarbeiten sollen möglichst in Eigenleistung und in ehrenamtlicher Arbeit angegangen werden.

Friedhofzaun:
Bereits im letzten Jahr wurde bei einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz auf dem Friedhof der Bewuchs zurückgeschnitten, weil der Maschendrahtzaun das Gewicht nicht mehr tragen kann. Entweder müsste der Zaun verstärkt werden, oder man entfernt den Bewuchs ganz, was zwar optisch schade wäre, aber den Zaun schonen würde. Der Friedhofsausschuss hat sich für die zweite Variante entschieden: Damit hat sich zwar die Anpflanzung des Bewuchses als unnötige Arbeit und Ausgabe erwiesen, aber zumindest könnte damit der Zaun ohne zusätzliche Kosten erhalten werden. Um den Bewuchs nun ganz zu entfernen, hat der Friedhofsausschuss für Samstag, den 2. April ab 9:00 Uhr einen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz angesetzt und bittet die Kirchengemeinde um zahlreiche Unterstützung.

Mit Anpacken ist gefordert. Denn schließlich erbringt die evangelische Kirchengemeinde mit dem Friedhof eine große Dienstleistung für ganz Kirchenlamitz, von der jede Bürgerin / jeder Bürger profitiert.

Ihr Pfarrer Markus Rausch