Spirituelle Kirchenführung am Kirchweih-Sonntag

Eine spirituelle Kirchenführung hat die Evangelische Kirchengemeinde Kirchenlamitz - gemeinsam mit der ausgebildeten Kirchenführerin Frau Christine Herrlinger aus Kirchenlamitz - am Abend des 22. Oktober in der Michaeliskirche angeboten und gut 30 Interessierte ließen sich dazu einladen.
Pfarrer Andreas Hamburg begrüßte die Gäste sowie die Kantorei, die die gut einstündige Führung musikalisch umrahmte. An der Orgel sorgte Stefan Ganzmüller für meditative Begleitung.
Zu Beginn durften die Besucher als besonderes Eintrittserlebnis durch das Südportal die Michaeliskirche betreten und sich ganz bewusst in einen anderen Raum, den Kirchenraum, begeben. Das Raumerlebnis in der Kirche wurde vermittelt, indem die Gäste sich ungezwungen in der Kirche bewegten, vom Altar zu den diversen Bildern und den Portalen der Michaeliskirche, um diese Stimmung bei Kerzenschein in sich aufzunehmen. Daran schloss sich eine Erläuterung der Kirchengeschichte an, für die Christine Herrlinger in die Rolle der Michaeliskirche schlüpfte.
Für eine dialogische Bildbetrachtung hatte Christine Herrlinger dann das Bild des Hieronymus ausgewählt und vor dem Altar aufgestellt. Gemalt wurde dieses Porträt übrigens vom letzten Spross der Kirchenlamitzer Malerfamilie Radius, nämlich von Michael Wilhelm Radius. Gemeinsam mit den Gästen wurden Motiv und Aussagen des Gemäldes erarbeitet, immer wieder ergänzt durch Informationen über Hieronymus und den Maler Radius.
Abschließend durften die Besucher mit einer Kerze markieren, an welcher Stelle ihr Lieblingsplatz in der Michaeliskirche ist und dies auch entsprechend erläutern. Eine erlebnisreiche, mit vielen Informationen und meditativen Elementen bereicherte Kirchenführung, immer wieder aufgelockert mit vorgetragenen und auch von den Besuchern gesungenen Liedern, schloss damit den Kirchweih-Sonntag ab.
Unser Dank gilt Christine Herrlinger für die wunderbare Führung sowie den Mitwirkenden aus Kantorei und an der Orgel. Die freiwilligen Spenden der Besucher kommen der Kantorei zugute.